24.03.2015

Regionalisierung schafft Mehrwert

Die Flut an Informationen steigt kontinuierlich. Immer schwieriger wird es, zu seiner Zielgruppe durchzudringen. Unternehmen mit einer dezentralen Handelsstruktur stehen vor zusätzlichen Herausforderungen und müssen neue Wege gehen, um Kunden und Interessenten dort zu erreichen, wo es darauf ankommt. Höchste Zeit, der Regionalisierung im Corporate Publishing mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Beispiel Automobilindustrie: Hier sind Fahrzeugangebote, Services und Kommunikationsinhalte zwar bundesweit oft identisch, gleichzeitig unterscheiden sich Kundenstruktur, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Interessen von Region zu Region aber enorm. Im Süden gehören Schnee und glatte Straßen zum winterlichen Alltag, im Norden denkt längst nicht jeder bei Winter auch an Winterräder. Die Kaufkraft in Hamburg und München ist deutlich höher als in Dortmund oder Leipzig. Ein Berliner Kunde wird sich kaum für Event-Angebote in Frankfurt interessieren und umgekehrt.

Das Beispiel zeigt, dass eine vermeintlich homogene und mit einheitlichen Inhalten zu bedienende Zielgruppe regional sehr verschieden sein kann. Wer diesen unterschiedlichen Interessen Rechnung trägt, schafft in seiner Kommunikation einen klaren Mehrwert.

Die Chancen der Regionalisierung

Nicht zuletzt die zunehmende Flut an Inhalten ist es, die einer Regionalisierungs-Strategie im Content Marketing in die Karten spielt. Nur relevante Inhalte dringen überhaupt noch zu Interessenten und Kunden durch. Und die Relevanz von Inhalten kann bei Unternehmen mit dezentraler Handelsstruktur auch von ihrer regionalen Relevanz abhängen. Zudem bietet Regionalisierung weitere Vorteile – und leistet bei konsequenter Umsetzung eine ganze Menge. Das erreichen Sie mit regionalisierten Inhalten:

  • Glaubwürdigkeit schaffen! Mitarbeiter oder Kunden als Testimonials aus der Region sorgen für Sympathie und schaffen Vertrauen.
  • Hemmschwellen reduzieren! Wer seinen Kunden persönliche Ansprechpartner aus der Region präsentiert, vermittelt Vertrautheit und fördert die Kontaktaufnahme.
  • Dem Unternehmen ein Gesicht geben! Der Interessent oder Kunde möchte wissen, wer die Menschen sind, die hinter einer Dienstleistung oder einem Produkt stehen.
  • Nähe schaffen! Das Unternehmen zum Anfassen überzeugt im regionalen Umfeld oftmals mehr, als das Image eines großen (inter-)nationalen Unternehmens.
  • Verwurzelung zeigen! Wer regionale Besonderheiten kommuniziert, verstärkt auch automatisch seine Identität.
  • Authentizität erzeugen! Ein Interview mit einem regionalen Mitarbeiter, ein Portrait eines vertrauten Ortes, ein guter Tipp gleich um die Ecke – präzise Beiträge machen Sie und Ihr Produkt glaubwürdig und nachvollziehbar.

All diese Punkte beweisen, dass regional ausgesteuertes Content Marketing dort punktet, wo es besonders wichtig ist: im direkten Umfeld der Interessenten und Kunden.

Die Strategie der Regionalisierung folgt zudem einem der großen Marketingtrends des Jahres 2015. Jüngst war im Forbes-Magazin zu lesen, dass Lokalisierung und Individualisierung in punkto Marketing die Globalisierung verdrängen werden. „Auch meine Erfahrung hat gezeigt, dass man hier großartige Möglichkeiten hat, Kunden zu binden, das Image eines Unternehmens zu verbessern und konkrete Vertriebserfolge zu erzielen“, so Lutz Eckardt, geschäftsführender Gesellschafter bei heller & partner.

Erfolgsbeispiel „Mein München“

Welchen nachhaltigen Nutzen ein regionales Medienkonzept stiften kann, beweist „Mein München“, das Kundenmagazin der Stadtsparkasse München. Die Herausforderung dabei: Im hart umkämpften Finanzdienstleistungs-Markt sind viele Leistungen austauschbar. Zudem müssen sich lokale Filial-Institute gegen Online-Banken behaupten. Wie also kann es die Stadtsparkasse schaffen, Kunden erfolgreich zu loyalisieren?

Neben den zentralen Kommunikationsmaßnahmen des Sparkassenverbands punktet „die Bank unserer Stadt“ seit einigen Jahren mit dem von heller & partner entwickelten Medien-Konzept „Mein München“. Durch München-bezogene Artikel (Portraits, Tipps, soziales Engagement, Know-how im Münchner Immobilienmarkt etc.) in Kombination mit Finanzthemen, die von Mitarbeitern präsentiert werden, schafft die Stadtsparkasse lokale Verbundenheit, dokumentiert ihre Verwurzelung in der Stadt, schafft Nähe und Vertrauen und differenziert sich so gegenüber anderen Finanzdienstleistern. Ergebnis: eine hohe Leser-Blatt-Bindung, messbar verbesserte Imagewerte, eine deutliche Steigerung der Dialogintensität mit den Empfängern sowie konkrete Vertriebserfolge.

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