Foto: Flughafen München GmbH

17.07.2015

Flughafen München im Aufwind

Bei der Flughafen München GmbH zeigen alle Pfeile nach oben. Dies liegt nicht nur daran, dass Flughafenchef Michael Kerkloh neue Rekordzahlen vermelden konnte. Auch der aktuelle Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts zur dritten Start- und Landebahn unterstreicht dies deutlichst.

Die bei der Halbjahrespressekonferenz präsentierten Zahlen sind ein eindeutiger Beleg für die Wachstumsdynamik des Flughafens. So werden im Jahr 2015 die Fluggastzahlen erstmals die magische Schallmauer von 40 Mio. Passagieren durchbrechen. Mittlerweile hat dies auch spürbare Auswirkungen auf die Flugbewegungen. Diese haben sich aufgrund der Flottenumstellungen verschiedener Airlines auf größere Flugzeuge teilweise konsolidiert, gehen aber nun wieder deutlich nach oben. So steigen sie im ersten Halbjahr auf über 186.000.

In diesem Zusammenhang kommt die Nachricht sehr gelegen, dass das Bundesverwaltungsgericht am 15. Juli letztinstanzlich die Revision der noch anhängigen Klagen zurückgewiesen hat. Damit "haben wir nun die Bestandskraft unserer Ausbaugenehmigung und damit Rechtssicherheit für dieses so wichtige Ausbauvorhaben", unterstreicht Kerkloh die Bedeutung dieses Urteils. Außerdem ist auch die Finanzierung gesichert, da die Flughafen München GmbH dieses Infrastrukturprojekt eigenständig ohne zusätzliche öffentliche Mittel tragen kann. Nun liegt die endgültige Entscheidung über die Realisierung bei den drei Gesellschaftern Bund, Land und Landeshauptstadt München.

Der Bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann sieht hier eine Verpflichtung, "verantwortungsvoll mit dieser großen Chance für die weitere erfolgreiche Entwicklung Bayerns umzugehen." Dabei scheut er sich nicht vor einer eindeutigen Positionierung: "Deutschland und Bayern brauchen diese zusätzlichen Kapazitäten. [...] Ich stehe zum Flughafen München und zur 3. Startbahn.“ Die Landeshauptstadt München fühlt sich dagegen weiterhin an den ablehnenden Bürgerentscheid von 2012 gebunden. Da dieser seit zwei Jahren keine Bindungswirkung mehr entfaltet, bleibt es die spannende Frage, ob sich die Gesellschafter auf eine gemeinsame Linie für dieses entscheidende Zukunftsprojekt Bayerns einigen können.

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